Mit Offenblende gegen die Sonne fotografieren? Der variable Hoya ND Filter im Praxistest.

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ND Filter Hoya
Abb. Hoya Variable Density ND Filter & Samyang 50mm F1.2 Objektiv

Fotos bei starker Mittagssonne und mit Offenblende von 1.2? Mit einfachsten Mitteln, wie einem ND Filter? Da stößt doch die Technik schnell an ihre Grenzen. Oder nicht? Wir haben es getestet und wollten wissen, was möglich ist.

Mit Offenblende gegen die Sonne fotografieren? Der variable Hoya ND Filter im Praxistest.
Mit Offenblende fotografieren gegen die Sonne.

Mit Offenblende gegen die Sonne fotografieren? Warum sollte man das tun? Ganz einfach: Um auch bei strahlendem Sonnenschein hinter einem fokussierten Objekt einen richtig schönen unscharfen Hintergrund zu bekommen – Bokeh!!!! Wenn aber selbst bei der kürzesten Verschlusszeit noch zu viel Licht ins Objektiv eindringt und das Motiv damit viel zu hell ist, kommt der ND Filter zum Einsatz.

Hoya ND Filter
Der Hoya Variable Density Filter auf einem Samyang 50mm F1.2 Objektiv

Hochwertige ND Filter in exzellenter Verarbeitung und Vergütung gibt es u.a. von Hoya, Kenko und Cokin. Der ND Filter erlaubt eine offene Blende, auch bei starkem Sonnenlicht. So kann das fokussierte Objekt, egal ob Model oder Blumentopf, freigestellt werden und man erhält trotzdem eine korrekte Belichtung mit maximalen Bilddetails. Der ND Filter reduziert einfallendes Licht in einem Maße, das die Möglichkeiten von Kamera und Objektiv übersteigt. Treffenderweise wird der ND Filter deshalb gerne als Sonnenbrille für das Objektiv bezeichnet und ist genauso wie diese auch heute im Zeitalter von Photoshop und Co. unersetzlich.

ND Filter - auch "Sonnenbrille für das Objektiv" genannt
ND Filter – auch „Sonnenbrille für das Objektiv“ genannt

Also, wir wollten mal testen, ob wir trotz starker Sonneneinstrahlung und ohne weiteres technisches Zubehör außer einem Filter den Hintergrund so richtig schön unscharf hinbekommen. Ein herumschrauben an der Blende kommt damit nicht in Frage. Genauso wenig der Automatikmodus der Kamera, denn der würde die Blende automatisch schließen und so den gewünschten Freistelleffekt verhindern. Gut, in der Praxis würde man in einer derart hellen Umgebungssituation abblenden, wenn die Belichtungszeit nicht mehr hergibt – aber wir wollten hier in diesem kleinen Test ja rausfinden, was bei maximaler Offenblende so geht.

Welcher ND Filter darf es sein?

Hoya ND Filter Text

Die Freiheit, eine Verschlusszeit von 1/250 Sekunde und eine offene Blende trotz hellster Sonneneinstrahlung einstellen zu können, verschafft Dir der nur ein ND Filter. So kann das Model (oder der Blumentopf) freigestellt werden und man erhält trotzdem eine korrekte Belichtung mit maximalen Bilddetails. Stellt sich die Frage, welcher muss es sein? Gibt es doch ND Filter in den unterschiedlichsten Stärken, die bis zu 27 Blendenstufen schlucken. Einfach ausgedrückt: Je dunkler der Filter desto stärker ist seine Wirkung, die der Fachmann (-frau) als Verlängerungsfaktor bezeichnet. Dieser Faktor gibt an, wie viel länger belichtet werden muss, um bei Nutzung des Filters die gleiche Belichtung zu erzielen, wie ohne.

Wenn es Dein Budget zulässt, kannst du natürlich mehrere ND Filter in unterschiedlichen Stärken kaufen und Dich durch testen und ausprobieren zum geeigneten Glas vorkämpfen. Gerade beim Fotografieren von Portraits wird Dich aber ein einzelner Filter mit einer bestimmten Stärke nicht allzu weit bringen. Bei Landschaftsfotos, dem Haupteinsatzzweck eines ND Filters, sieht’s natürlich wieder ganz anders aus.

Die Lösung ist variabel

Variable ND Filter von Hoya

Mit einem variablen ND Filter wie dem Hoya Variable Density bist du hochflexibel ausgestattet und Du sparst im Vergleich zum Kauf von Einstärkenfiltern jede Menge Geld. Denn beim variablen ND Filter lässt sich die Intensität, abgestimmt auf die äußeren Bedingungen, genau einstellen. Dafür werden die zwei Polarisationsfilter, aus denen der Filter besteht, gegenläufig verdreht und verringern je nach Stellung die Lichtdurchlässigkeit. Der HOYA Variable Density Filter hat einen Dichtebereich von ND3 (entspricht 1,5 Blendenstufen) bis ND400 (entspricht 8+ Blendenstufen), der sich einfach durch drehen des Frontrings auf die gewünschte Dichte einstellen lässt. Eine entsprechende Skala auf dem Hoya Filter zeigt Dir an, welche Dichte Du gerade gewählt hast.

Beispiel für das im Test benutzte Samyang 50mm F1.2 Objektiv:
Für ein korrekt belichtetes Bild kannst Du anstelle von Blende 16 (ohne Filter) bei Einsatz des Filters (maximale Einstellung ND400) mit Blende F1.2 fotografieren und so den Hintergrund komplett eliminieren. Das entspricht acht Blendenstufen.

Wichtig beim Kauf eines derartigen Filters ist es, unbedingt auf Qualität hinsichtlich des Glases und der Vergütung zu achten. Mit Filtern von Hoya bist Du hier bestens bedient. Denn es macht ja keinen Sinn, viel Geld in Kamera und Objektive zu investieren und sich dieses Mehr an Bildqualität durch einen minderwertigen Filter wieder zunichte zu machen.

Hoya ND Filter Einstellskala

Einstellungen Digga!

  • Manueller Kameramodus
  • Blende auf Maximum (Objektivabhängig): hier 1.2 (Samyang 50mm F1.2)
  • Kürzeste mögliche Belichtungszeit der Kamera einstellen: 1/4000 Sekunde
    (Anm. wir wollten hier vom Durchschnittsuser ausgehen, dessen Kamera in der Regel bei einer min. Verschlusszeit von 1/4000 Sek. am Ende ist)
  • Spotmodus
  • Hoya Variable ND Filter aufschrauben

Das Ergebnis

 

Kurze Schlussbemerkung zu diesem Test

Natürlich käme bei solch einem Shooting ein Blitz oder auch ein Reflektor zum Einsatz, um das fokussierte Objekt aufzuhellen. Bei diesem Test wollten wir aber ohne Blitz zeigen, in wie weit man gegen eine starke Sonne, die ungeschützt ins Objektiv brennt, lediglich mit einen Filter bestückt, etwas ausrichten kann. Vor allem dann, wenn eine Kamera zum Einsatz kommt, deren kürzeste Verschlusszeit bei 1/4000 Sekunde liegt. Natürlich gibt es Kameras im fortgeschrittenen und im professionellen Bereich, die 1/8000 Sekunde, 1/16000 Sekunden (z.B. Nikon D1, Verschlusszeit mechanisch und elektronisch kombiniert) und mehr können. Sony’s neues Flaggschiff, die A9, kann sogar 1/32000. Doch um diese sollte es nicht gehen, sondern hier steht die Ausrüstung für jedermann im Fokus. So auch beim eingesetzten Objektiv, einem lichtstarken Samyang 50mm F1.2 – für seine Leistungsfähigkeit geradezu ein Schnäppchen. Ober besser, ein ausgewachsener Schnappen 🙂

Zum Thema Offenblende: Bei Offenblende treten Fehler eines Objektivs am deutlichsten hervor. Insbesondere leiden bei Offenblende erstellte Bilder oft an Vignettierungen, mangelndem Kontrast und verminderter Allgemeinschärfe. Deshalb wird man in der Praxis in der Regel ein- oder mehrfach abblenden (abblenden: eine kleinere Blende einstellen, also statt 1.2 vielleicht 1.4 oder 2.0). Das verbessert die Bildqualität und Schärfe oft signifikant.

Preise, Größen und Verfügbarkeit

Der HOYA Variable Density Filter kostet, je nach Durchmesser, zwischen 89 Euro und 145 Euro und ist in den Größen 52, 55, 58, 62,67,72, 77, 82 (in mm) für nahezu alle gängigen Objektive im Fachhandel verfügbar.

Wenn Du jetzt neugierig auf den Filter geworden bist findest Du hier weitere Infos.

Hoya Variable ND Filter

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