6 Tipps für gelungene Innenraumfotos

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6 Tipps für perfekte Innenraumfotos
Tipps für perfekte Innenraumfotos

Die Objektive des japanischen Herstellers Tokina sind bekannt für ihre optischen Qualitäten im Weitwinkelbereich. Das macht sie nicht nur für ambitionierte und professionelle Fotografen interessant. Auch „artfremde“ Nutzer, bei denen die Fotografie Mittel zum Zweck für ihr eigentliches Business ist, können mit diesen Optiken ihre Vorstellungen bestens umsetzen. Stellvertretend für eine Vielzahl an Anwendungsmöglichkeiten sei an dieser Stelle einmal der Immobilienbereich genannt. Die Kamera ist heute nahezu ständiger Begleiter von Maklern und Architekten, für die die Immobilienfotografie und vor allem Innenraumfotos zum täglichen Brot gehören.

Innenraumfotos – Die Qualität und Brennweite des Objektivs spielen eine entscheidende Rolle

6 Tipps für perfekte Innenraumfotos
Schwierige Lichtbedingungen

Potentielle Kunden und auch Hausbesitzer beurteilen die Qualität eines Maklers oder Architekten nach seiner Präsentation im Internet. Hochwertige Fotos der Objekte und Innenräume vermitteln Professionalität und Akribie.

Dabei sind Vertreter dieser Zunft in der Regel ohne aufwendiges Lichtequipment unterwegs. Deshalb muss das Objektiv zwei Dinge vereinen: Lichtstärke und optische Qualität bei schwächeren Lichtverhältnissen in Innenräumen, um diese perfekt in Szene zu setzen.

Bei der Immobilienfotografie kommt es besonders darauf an, den Interessenten mithilfe der Fotos durch die Immobilie zu führen und diesen zu lenken. Die Weitwinkelzoom-Objektive von Tokina, wie beispielsweise das AT-X 11-20 PRO DX sind dafür ideal geeignet, weil sich damit auch kleinere Innenräume durch einen besonders weiten Aufnahmewinkel hochwertig und nahezu ohne Verzerrungen aufs Bild bannen lassen.

6 Tipps für perfekte Innenraumfotos
Viel Raum im Bild, mit einem Weitwinkelobjektiv

Smartphones? Besser nicht, wenns gut werden soll

Standartobjektive, aber auch Smartphones, die hier noch oft zum Einsatz kommen, bedingen einen gewissen Abstand, um zumindest Teile des Innenraums einigermaßen übersichtlich präsentieren zu können. Bei kleinen bzw. kleineren Räumen ist das nahezu unmöglich. Hier kommt das Thema Weitwinkelobjektiv ins Spiel und ist ein MUSS für jeden professionellen Akteur in diesem Bereich.

Licht und Weite - die beiden Herausforderungen in der Innenraumfotografie
Licht, Weite und Perspektive – die drei Herausforderungen in der Innenraumfotografie

Wer kennt nicht die gruseligen und alles andere als verkaufsfördernden Aufnahmen mancher Anbieter in den einschlägigen Immobilienbörsen im Netz, die nur mit dem Smartphone bewaffnet, Objekte in Szene setzen wollen, die hohe sechsstellige Beträge erzielen sollen. Am falschen Ende gespart, kann man da nur sagen.

Vielleicht haben manche aber auch einfach nur Scheu vor dem Umgang mit Kamera und Wechselobjektiven. Dabei ist doch die Anwendung mittlerweile spielend einfach, wenn man ein paar Kleinigkeiten beachtet. Und die möchten wir hier kurz aufzeigen.

Mehrfachbelichtung lautet das Zauberwort

Besonders das anfänglich schwierig klingende Thema Mehrfachbelichtung bzw. Belichtungsreihe rückt im Zusammenhang mit der Innenraumfotografie besonders in den Fokus. Aber keine Angst, moderne Kameras nehmen dir heutzutage nahezu alle Aufgaben vollautomatisch ab, wenn du die richtigen Knöpfchen drückst.

Gleichmäßige Beleuchtung - der Unterschied zwischen einem guten und schlechten Innenraumfoto
Gleichmäßige Beleuchtung – der Unterschied zwischen einem guten und schlechten Innenraumfoto

Aber warum das Ganze überhaupt? Ein Innenraum mit einer hellen Fensteransicht ist aufgrund der großen Helligkeitsunterschiede zwischen den dunkelsten Teilen des Raums und der Sicht nach draußen eine der schwierigsten Szenen. Die einfachste Möglichkeit, sich dieser Herausforderung zu stellen, ohne teure Lichtquellen zu verwenden, ist die Mehrfachbelichtung. Man nimmt also überbelichtete Fotos auf, um das Rauminnere zu erfassen und unterbelichtete Fotos für das Fenster.

Dafür kommt die automatische Belichtungsreihenfunktion der Kamera zum Einsatz, die bei den meisten DSLR- und Systemkameras verfügbar ist. Wenn die Funktion von dir aktiviert wurde, nimmt die Kamera beim Drücken des Auslösers nicht nur EIN Foto auf, sondern gleich mehrere mit unterschiedlichen Belichtungen. Diese werden dann automatisch in der Kamera oder per Hand mittels einer Software (Photoshop, HDR-Software, etc.) zu einem korrekt belichteten Bild zusammengesetzt.

Hier nun unsere sechs Tipps, wie du Innenräume ohne zusätzliches Lichtequipment ansprechend fotografierst.

Tipp 1: Simpel und effektiv zugleich – Alle Lichter im Raum einschalten.

Durch das Einschalten der Beleuchtung wird der Raum heller, wodurch sich die Beleuchtungsunterschiede in der Szene verringern.

Tipp 2: Stelle die ISO auf mindestens 400 ein

Niedrigere ISO-Einstellungen erfordern lange Belichtungszeiten für die dunklen Teile des Innenraums, was leicht zu verschwommenen Überbelichtungen führen kann, selbst wenn ein Stativ verwendet wird. Wir empfehlen jedoch, eine ISO nicht höher als 1600 zu verwenden. Je höher die ISO, desto verrauschter werden die Fotos. Manche Kameras kommen aber auch noch mit ISO 3200 hervorragend klar und liefern nahezu rauschfreie Aufnahmen. Das solltest du am besten genau testen.

Tipp 3: Fokussiere auf das Interieur, nicht auf das Fenster, um die Verschlusszeit einzustellen

Das helle Licht, das durch das Fenster kommt, wird die automatische Belichtung der Kamera in Richtung Unterbelichtung verschieben, was zu einem Bild führt, das zu dunkel ist. Um ein helles, gut beleuchtetes Bild zu erhalten, richte die Kamera auf eine Stelle im Innenraum, die weit genug von den Fenstern und anderen Lichtquellen entfernt ist. Verwende nun die eingestellte Verschlusszeit, um die normale Belichtung (das 0EV-Foto) für eine Belichtungsreihe einzustellen. Beachte, dass die Kamera vor diesem Vorgang auf Blendenpriorität eingestellt werden muss.

Tipp 4: Stelle die Kamera auf manuellen Modus

Im manuellen Modus kannst du die Verschlusszeit für die normale Belichtung (das 0EV-Foto) deiner Belichtungsreihe frei wählen und so sicherstellen, dass Blende und ISO in allen Belichtungsreihen gleich bleiben. Das spart dir im Nachgang Bearbeitungszeit, wenn es um die Erstellung von Exposès mit einheitlichem Farbstil geht.

Tipp 5: Verwende eine Kamera mit Auto Bracketing Funktion

Bracketing ist die englische Bezeichnung für Reihenautomatik. Manche Hersteller nennen die Funktion auch AEB (Automatic Exposure Bracketing). Ist dieser Funktion macht die Kamera automatisch eine Reihe von mehreren Aufnahmen mit unterschiedlichen Belichtungseinstellungen. Du erzielst die besten Ergebnisse, wenn deine Belichtungsreihen sowohl die hellen Fensteransichten als auch die dunkelsten Bereiche des Innenraums abdecken. Eine tolle Funktion und „Geheimtipp“ vieler Fotoprofis.

Tipp 6: Nutze ein Stativ

Beim Arbeiten mit Belichtungsreihen musst du unbedingt ein Stativ verwenden. Einerseits, um Verwackler zu vermeiden, andererseits, um die 100%-tige Deckungsgleichheit aller Aufnahmen einer Belichtungsreihe zu gewährleisten. Ansonsten kommt es zu Kantenverschiebungen, wenn die einzelnen Aufnahmen einer Belichtungsreihe zu einem Bild zusammengesetzt werden. Manche Spezial-Programme, wie z.B. Photomatix, können solche Divergenzen in gewissem Maße ausgleichen. Besser ist es jedoch, gleich von vornherein korrekt ausgerichtete Einzelbilder aufzunehmen.

Unsere Objektivtipps

Tokina Weitwinkelobjektive für die Innenraumfotografie
Tokina Weitwinkelobjektive für die Innenraumfotografie

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Fotos
: Tokina, René Schubert, Unsplash